Vielfalt

Pegida demonstriert in Duisburg – TuRa88 bleibt bunt


Wenn am Montag Pegida-Anhänger durch Duisburg ziehen, demonstrieren die jungen Fußballer von TuRa 88 Duisburg dagegen:  mit Normalität, nämlich „aufm Platz“.

Während hoffentlich viele engagierte Duisburger gegen Ausgrenzung und Intoleranz auf die Straße gehen, spielen Mert und Nick, Lauritz und Yassier, Kürsat und Leonard, Noah und Batuhan ZUSAMMEN gegen die C1 der Viktoria Buchholz. Daher kann TuRa leider nicht das Licht ausschalten. Allerdings erklärt die Jugendabteilung des Neudorfer Vereins die gesamte Platzanlage zur „Pegida-freien Zone“. 

Jugendleiter Veli Atmaca: „Bei uns haben Ausgrenzung und Anfeindung – egal von welcher Seite - keinen Platz. Integration ist für uns eine tägliche Aufgabe, der wir uns mit Freude stellen. Spaß am Fußball und sportlicher Erfolg sind sicherlich wichtig. Viel wichtiger ist es jedoch, unseren Kindern einen vorurteilsfreien und offenen Umgang miteinander zu vermitteln.“ 

Dass TuRa88 dabei gerne und regelmäßig „über den Tellerrand“ blickt, beweist der Verein mit vielen Aktionen. So wurde im letzten Jahr z. B. Sportkleidung für bedürftige Kinder in Kamerun gesammelt. Im Mai wird der Verein mit einem Benefitzturnier „Der Bunte Kreis“ Behinderte und Frühgeborene unterstützen.

Atmaca: „Wir sind als Verein finanziell nicht auf Rosen gebettet. Trotzdem wissen wir, dass es Menschen gibt, denen es schlechter geht als uns. Wo wir mit Aktionen unterstützen können, tun wir das.“   


WAZ Artikel vom 19. Januar 2015