5. Die Eltern


Aus den bisherigen Ausführungen geht klar hervor, dass die Eltern eine wichtige Rolle im Kinderfußball spielen.


Auf der einen Seite freut der Verein sich über sie als hilfreiche Mitarbeiter, auf der anderen Seite sind sie zum Teil als fanatische, einseitige Begleiter weniger erwünscht.


Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass kaum in einem Fußballverein auf die Mitwirkung von Eltern im Kinderfußball verzichtet werden kann.


Dieses Kapitel bestimmt also die Zusammenarbeit zwischen Juniorentrainer und Eltern.


Am Anfang jeder Saison sollte jeder Trainer einen Elternabend mit folgenden Schwer-punkten durchführen: 

  • Verhalten der Eltern beim Spiel und beim Training
  • rechtzeitiges Erscheinen zum Spiel oder Training
  • bzw. Abmelden
  • Abgabe einer Mannschaftsliste, eines Trainingsplanes, eines Spielplanes sowie einer Regelliste an die Eltern
  • Natürlich sind auch die schriftlichen Aufgebote zum Match oder Turnier eine Selbstverständlichkeit. 

Um das Verhältnis zu den Eltern verbessern zu können, kann man auch außerordentliche Anlässe mit den Junioren durchführen und die Eltern miteinbeziehen.


Da die Kinder in diesem Alter noch stark im Elternhaus verankert sind, haben die Eltern einen großen Einfluss. Der Trainer muss Sie Eltern informieren, beraten und mit ihnen zusammenarbeiten.


Mögliche Punkte : 

  • Fairness
  • Hygiene (Duschen,…)
  • Ausrüstung (Nockenschuhe, Bälle, Schienbeinschoner, …)
  • Kind nicht überschätzen
  • Lob / Kritik (im richtigen Verhältnis)
  • Interesse zeigen für den Sport ihres Kindes
  • usw.

Alleine stehen Eltern oder Trainer im Kinderfußball auf verlorenem Posten.


In der Zusammenarbeit müssen zwei Regeln, bei denen auch die Umkehrung gilt, beachtet werden:

  • Eltern sollten die Anweisungen des Trainers akzeptieren und nicht bekämpfen.
  • Eltern dürfen den Trainer im Beisein der Kinder nicht blossstellen oder lächerlich machen.


5.1    „Fairhalten“ der Eltern


Eltern spielen im Juniorenbereich eine wichtige Rolle. Im unteren Juniorenbereich ist es kaum vorstellbar, dass ein reibungsloser Spielbetrieb ohne Eltern machbar ist.

  • Eltern sind oftmals hilfreiche „Mitarbeiter“.
  • Auf der anderen Seite gibt es fanatische (im negativen Sinn) oder nur ihr Eigeninteresse vertretend eingestellte Mannschaftsbegleiter.
  • Es kann nicht im Interesse eines guten Miteinanders sein, wenn ein solcher „FAN“ die Mannschaft oder den Verein zu beherrschen anstrebt.
  • Die Mitwirkung von Eltern sollte als deutlicher Wunsch seitens der Trainer/Betreuer artikuliert werden.
  • Dabei kann es sich naturgemäß in erster Linie nur um Unterstützungsmaßnahmen in bestimmten Bereichen handeln, die Trainer oder Betreuer allein nicht abdecken können.
  • Für unsere kleinen Fußballer muss immer deutlich bleiben, dass der Trainer der Verantwortliche ist.
  • Dies wird bei der Elternzusammenkunft zum Anfang einer jeden Saison auch deutlich zur Sprache gebracht werden.
  • Der Jugendvorstand unterstützt hierbei ausdrücklich die Position der Trainer.
  • Besonders gilt dies auch für die Einteilung der Mannschaften und die Aufstellungen.

An folgenden Stellen ist eine Mitarbeit der Eltern besonders hilfreich und deswegen unbedingt erwünscht:

  • Eltern helfen bei der Beförderung der Kinder zu den Wettkampfspielen/Turnieren durch die Bildung von Fahrgemeinschaften, die miteinander abgesprochen werden. Ähnliche Absprachen sind auch für denkbare Fahrten zu außersportlichen Aktivitäten möglich.
  • Eltern übernehmen die Reinigung der Trikots. Dies kann auf verschiedene Art und Weise funktionieren.
  • Eltern unterstützen den Trainer als Helfer im Training. Sie übernehmen auf An-weisung der Trainer bestimmte Funktionen. Dadurch ergeben sich im Training bessere Differenzierungsmöglichkeiten.
  • Bei der Vorbereitung außersportlicher Aktivitäten, die für die Juniorenmannschaft geplant werden, sollten Eltern sich hilfreich einschalten und die Planungen und Umsetzung unterstützen.
  • Bei Austragung von Fußballturnieren übernehmen Eltern organisatorische Aufgaben wie den Verkauf und manches mehr.

Eltern am Spielfeldrand bei einem Spiel legen nicht immer das Verhalten an den Tag, das sich der Trainer und die Spieler wünschen.

  • Das Anfeuern der Mannschaft und das lautstarke Bejubeln gelungener Aktionen und Tore sind stets erwünscht.
  • Die lautstarke Kritik am eigenen Kind, am Mitspieler des eigenen Kindes, am Gegenspieler oder am Trainer während des Spiels und Schiri muss unterbleiben.
  • Sie schadet meist mehr, als sie hilft. Eltern, gleich welcher Altersstufe, gehören, so schwer das auch manchmal fällt, hinter die Platzabsperrung (Bande).
  • Der Trainer wird unsere Ansichten vom Kinder– und Jugendfußball auf der Elternzusammenkunft deutlich machen und die Eltern auffordern, diese Ziele im Interesse der Kinder zu unterstützen.
  • Das gute Miteinander von Eltern, Trainern und Betreuern sowie dem Jugendvorstand bringt ausschließlich Vorteile für die Kinder und Jugendlichen unseres Vereins. Hierzu ist es notwendig, offen miteinander zu kommunizieren.
  • Wir tun dies in Form dieses Konzeptes….

Wozu brauchen wir ein Jugendkonzept?

  • Alles was ohne Konzept ist, ist planlos und zufällig. Es ist nicht möglich konkrete Ziele zu definieren und zu verfolgen.
  • Trainern, Betreuern und allen Funktionären wird eine Art Wegweiser an die Hand gegeben.
  • Jugendfußball sorgt für eine positive Außendarstellung und Transparenz, so dass auch Eltern, Gönner und Sponsoren die Zusammenhänge in der Abteilung Jugendfußball verstehen und nachvollziehen können.
  • Das Jugendkonzept bildet die Grundlage für die erfolgreiche Weiterentwicklung in unserem Verein, steht für sportlichen Erfolg, garantiert möglichst reibungslose Übergänge zwischen den Altersklassen und hilft uns das Leistungsniveau der einzelnen Jugendmannschaften anzuheben.

Ziele der Jugendarbeit


Die Potenziale eines Sportvereins hängen sehr von der Vereinsstruktur und seinem Umfeld ab. Die Randbedingungen sind in unserem Verein „Tura 88 e.V. Duisburg“ mit einer hervorragenden Anlage, einem Kunstrasenplatz sowie der BSA II optimal.


Die primären Ziele der Jugendarbeit von Tura 88 sind:

  • Hochwertige Ausbildung von Jugendspielern mit der Befähigung als Senioren-spieler in einer möglichst hohen Spielklasse spielen zu können.
  • Kindern Freude am Sport zu vermitteln, unabhängig vom Leistungsvermögen, und Kindern zu sozialem, fairem und wettbewerbsorientiertem Verhalten anzuleiten.
  • Identifikation mit unserem Verein Tura 88. Unsere Vereinsfarben sind rot – weiß und grundsätzlich bei der Trikotauswahl oder der Anschaffung von Trainingsan-zügen, Regenjacken, Aufwärmhemden oder dergleichen zu berücksichtigen.

Aus diesen Hauptzielen leiten sich weitere Ziele ab:

  • Individuelle, qualitativ hochwertige Ausbildung von Jugendspielern. Dabei hat die Entwicklung der Einzelspieler und der Mannschaft Vorrang vor dem Gewinn von Meisterschaften.
  • Jugendspieler sind an die eigenen Seniorenmannschaften heranzuführen, mit dem Ziel, Seniorenmannschaften aus möglichst viel eigenem Nachwuchs zu bilden.